Ergonomischer Arbeitsplatz: Bürostuhl, Schreibtisch und Büro richtig einrichten
Wer täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbringt, sollte seinen Arbeitsplatz nicht dem Zufall überlassen. Ein guter Bürostuhl allein reicht ebenso wenig wie ein moderner Schreibtisch. Erst wenn Stuhl, Tisch, Bildschirm, Tastatur, Licht, Stauraum und Bewegungsfreiheit sinnvoll zusammenspielen, entsteht ein Arbeitsplatz, der komfortables und konzentriertes Arbeiten unterstützt.
Das gilt für das klassische Firmenbüro genauso wie für das Homeoffice.
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen ergonomischen Arbeitsplatz einrichten, worauf Sie bei Bürostuhl und Schreibtisch achten sollten und wie sich mit wenigen Anpassungen mehr Bewegung und Komfort in den Arbeitstag integrieren lassen.
Eine Übersicht über passende Möbel finden Sie direkt im Bereich Büro & Homeoffice bei swisshandel24.
1. Ergonomie beginnt nicht beim Bürostuhl, sondern beim gesamten Arbeitsplatz
Häufig wird Ergonomie fast ausschliesslich mit dem Bürostuhl verbunden.
Ein hochwertiger Bürostuhl ist tatsächlich wichtig. Doch selbst der beste Stuhl kann seine Vorteile nur begrenzt ausspielen, wenn:
- der Schreibtisch zu hoch oder zu niedrig ist,
- der Bildschirm seitlich steht,
- Tastatur und Maus zu weit entfernt liegen,
- die Armlehnen nicht zum Tisch passen,
- unter dem Tisch kein Platz für die Beine bleibt,
- Arbeitsmaterialien ständig ausser Reichweite liegen,
- über viele Stunden dieselbe Körperhaltung eingenommen wird.
Deshalb sollten Sie einen Büroarbeitsplatz immer als Gesamtsystem betrachten.
Zu einer guten Ausstattung gehören unter anderem:
- ergonomischer Bürostuhl,
- passender Schreibtisch,
- möglichst flexible Arbeitshöhe,
- sinnvoll positionierter Monitor,
- kurze Greifwege,
- ausreichend Stauraum,
- gute Beleuchtung,
- regelmässige Positionswechsel.
2. Der Bürostuhl ist das Zentrum des Sitzarbeitsplatzes
Wer mehrere Stunden am Tag sitzt, sollte einen Bürostuhl wählen, der sich möglichst gut an den Nutzer anpassen lässt.
Eine grosse Auswahl finden Sie bei den ergonomischen Bürostühlen von swisshandel24.
Je nach Modell können folgende Funktionen sinnvoll sein:
- verstellbare Sitzhöhe,
- ergonomisch geformte Rückenlehne,
- Lordosenstütze,
- verstellbare Armlehnen,
- verstellbare Kopfstütze,
- Wipp- oder Synchronmechanik,
- atmungsaktiver Netzrücken,
- anpassbare Sitztiefe,
- stabile Rollen.
Nicht jede Person benötigt jede Funktion. Je länger der Stuhl täglich genutzt wird, desto wichtiger wird jedoch eine möglichst gute Anpassbarkeit.
3. Bürostuhl richtig einstellen: die wichtigsten Schritte
Ein ergonomischer Bürostuhl hilft nur dann, wenn er auch passend eingestellt wird.
Sitzhöhe einstellen
Setzen Sie sich aufrecht und entspannt auf den Stuhl.
Die Füsse sollten vollständig auf dem Boden stehen können. Die Oberschenkel verlaufen ungefähr waagrecht oder leicht nach vorne abfallend.
Die Knie sollten nicht deutlich höher als die Hüfte liegen.
Sitztiefe beachten
Zwischen der Vorderkante des Sitzes und der Kniekehle sollte etwas Abstand verbleiben.
Eine zu tiefe Sitzfläche kann dazu führen, dass man nach vorne rutscht und die Rückenlehne nicht mehr sinnvoll nutzt.
Rückenlehne verwenden
Die Rückenlehne ist nicht nur für Pausen gedacht.
Setzen Sie sich so weit nach hinten, dass der Rücken tatsächlich unterstützt wird.
Lordosenbereich unterstützen
Eine Lordosenstütze unterstützt den Bereich des unteren Rückens. Bei verstellbaren Modellen sollte sie so positioniert werden, dass sie angenehm an der natürlichen Wölbung des Rückens anliegt.
Armlehnen einstellen
Die Schultern sollten entspannt bleiben.
Stellen Sie die Armlehnen möglichst so ein, dass die Unterarme darauf ruhen können, ohne dass die Schultern nach oben gedrückt werden.
4. Beispiel für einen ergonomischen Bürostuhl: SIHOO M90
Wer einen vielseitig einstellbaren Stuhl für Homeoffice oder Büro sucht, kann sich beispielsweise den SIHOO M90 Bürostuhl bei swisshandel24 ansehen.
Das Modell kombiniert unter anderem:
- atmungsaktives Mesh,
- hohe Rückenlehne,
- dynamische Lordosenunterstützung,
- Kopfstütze,
- verstellbare Armlehnen,
- verschiedene Einstellmöglichkeiten.

Beispiel: SIHOO M90 Ergonomie-Bürostuhl mit Netzrücken, Kopfstütze und verstellbaren Armlehnen.
Für wen eignet sich ein Netzrücken?
Ein Netzrücken kann insbesondere bei längeren Arbeitstagen angenehm sein, weil die offene Struktur eine bessere Luftzirkulation ermöglicht als eine vollständig geschlossene Rückenpolsterung.
Das ist beispielsweise interessant für:
- Homeoffice,
- Büroarbeitsplätze,
- warme Arbeitsräume,
- längere tägliche Nutzung.
5. Dynamisches Sitzen ist wichtiger als eine vermeintlich perfekte Position
Ergonomisches Arbeiten bedeutet nicht, acht Stunden völlig unbeweglich in einer einzigen „richtigen“ Haltung zu sitzen.
Der menschliche Körper ist für Bewegung gemacht.
Sinnvoller ist ein häufiger Wechsel zwischen:
- aufrechtem Sitzen,
- leicht zurückgelehntem Sitzen,
- Stehen,
- kurzen Gehpausen,
- Telefonaten im Stehen.
Eine flexible Rückenlehne beziehungsweise Wipp- oder Synchronmechanik kann Bewegungen beim Sitzen unterstützen.
Praktischer Tipp
Verändern Sie Ihre Position regelmässig.
Nutzen Sie beispielsweise:
- Telefonate für kurze Stehphasen,
- den Weg zum Drucker als Bewegungspause,
- kurze Besprechungen im Stehen,
- einen höhenverstellbaren Schreibtisch für gezielte Haltungswechsel.
6. Höhenverstellbarer Schreibtisch: mehr Bewegung im Arbeitsalltag
Eine besonders flexible Arbeitsplatzlösung ist ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch.
Damit können Sie zwischen Sitzen und Stehen wechseln, ohne den Arbeitsplatz verlassen oder Geräte umstellen zu müssen.
Das bietet mehrere praktische Vorteile:
- individuelle Anpassung an verschiedene Körpergrössen,
- Wechsel zwischen Sitz- und Steharbeit,
- flexible Nutzung durch mehrere Personen,
- unterschiedliche Arbeitshöhen für verschiedene Tätigkeiten,
- komfortable Einstellung per Knopfdruck.
Besonders praktisch sind Modelle mit Memory-Funktion. Dort lassen sich bevorzugte Höhen speichern und später schnell wieder abrufen.
7. Beispiel: elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch 160 × 80 cm
Für einen vollwertigen Homeoffice- oder Büroarbeitsplatz ist eine Tischfläche von 160 × 80 cm besonders vielseitig.
Ein Beispiel ist der elektrisch höhenverstellbare Schreibtisch 160 × 80 cm in Weiss/Anthrazit.
Das Modell kombiniert eine grosszügige Tischplatte mit elektrischer Höhenverstellung und Memory-Funktion.

Ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht die individuelle Anpassung für sitzende und stehende Arbeitspositionen.
Warum sind 160 × 80 cm interessant?
Auf einer Tischplatte dieser Grösse finden beispielsweise Platz:
- ein oder zwei Monitore,
- Notebook,
- Tastatur und Maus,
- Telefon,
- Unterlagen,
- kleinere Ablagen.
Die Tiefe von 80 cm ermöglicht zudem einen vernünftigen Abstand zwischen Bildschirm und Sitzposition.
Weitere Varianten finden Sie unter höhenverstellbare Schreibtische bei swisshandel24.
8. Welche Schreibtischgrösse ist sinnvoll?
Die richtige Grösse hängt von Arbeitsweise und verfügbarem Raum ab.
| Nutzung | Sinnvolle Orientierung |
|---|---|
| Notebook-Arbeitsplatz | ca. 100–120 × 60–70 cm |
| klassisches Homeoffice | ca. 120–140 × 70–80 cm |
| vollwertiger Arbeitsplatz | ca. 160 × 80 cm |
| zwei Monitore / viel Ablage | ab ca. 160 × 80 cm |
| umfangreicher Arbeitsplatz | Eckschreibtisch |
Eine zu kleine Tischfläche führt schnell dazu, dass Monitor, Unterlagen und Arbeitsmaterial miteinander konkurrieren.
Eine sehr grosse Fläche ist dagegen nur sinnvoll, wenn der Raum sie zulässt und die wichtigsten Arbeitsmittel trotzdem gut erreichbar bleiben.
9. Eckschreibtisch für grosse Arbeitsplätze
Wer mit mehreren Monitoren, umfangreichen Unterlagen oder verschiedenen Arbeitszonen arbeitet, kann einen Eckschreibtisch in Betracht ziehen.
Bei swisshandel24 finden Sie beispielsweise elektrisch höhenverstellbare Eckschreibtische.
Ein konkretes Beispiel ist der elektrisch höhenverstellbare Eckschreibtisch 178 × 178 cm.
Eine Ecklösung eignet sich besonders für:
- mehrere Bildschirme,
- technische Arbeitsplätze,
- Büro und Administration,
- Grafik und Planung,
- grosse Homeoffice-Räume.
Zwei Arbeitszonen schaffen
Bei einem Eckschreibtisch können Sie beispielsweise eine Seite für Bildschirmarbeit und die andere für:
- Unterlagen,
- Schreiben,
- Telefon,
- kreative Arbeiten
verwenden.
Das kann für mehr Ordnung sorgen und Arbeitsabläufe erleichtern.
10. Schreibtisch richtig auf Sitzhöhe einstellen
Wenn Sie sitzen, sollte der Tisch zur eingestellten Höhe des Bürostuhls passen.
Beginnen Sie deshalb immer beim Stuhl:
- Sitzhöhe einstellen.
- Füsse vollständig auf den Boden stellen.
- Schultern entspannen.
- Arme locker anwinkeln.
- Tischhöhe anschliessend an die Armposition anpassen.
Bei einem elektrisch verstellbaren Tisch lässt sich die Höhe wesentlich einfacher individuell abstimmen.
Häufiger Fehler
Nicht den Bürostuhl unnatürlich hoch einstellen, nur damit er zu einem zu hohen Tisch passt.
Wenn dadurch die Füsse den Boden nicht mehr erreichen, entsteht lediglich ein neues ergonomisches Problem.
11. Steharbeitsplatz richtig einstellen
Beim Arbeiten im Stehen sollte die Tischplatte ebenfalls ungefähr auf einer Höhe liegen, bei der die Unterarme entspannt aufliegen können.
Achten Sie darauf:
- Schultern nicht hochzuziehen,
- nicht dauerhaft auf einem Bein zu stehen,
- Knie nicht vollständig durchzudrücken,
- Position häufig zu verändern.
Stehen sollte Sitzen ergänzen, nicht einfach ersetzen.
Auch langes unbewegliches Stehen ist keine ideale Dauerlösung.
12. Wie oft sollte man zwischen Sitzen und Stehen wechseln?
Es gibt keinen starren Rhythmus, der für jeden Menschen und jede Tätigkeit optimal ist.
Entscheidend ist vielmehr:
Die beste Arbeitsposition ist häufig die nächste Position.
Beginnen Sie beispielsweise mit kurzen Stehphasen und integrieren Sie diese dort, wo sie gut in den Arbeitsalltag passen:
- Telefonate,
- E-Mails lesen,
- kurze Online-Meetings,
- administrative Tätigkeiten.
Sobald das Stehen unangenehm wird, wechseln Sie wieder.
Ergonomie lebt vom Wechsel.
13. Bildschirm richtig positionieren
Auch ein perfekter Bürostuhl kann eine ungünstige Monitorposition nicht kompensieren.
Der Bildschirm sollte möglichst direkt vor Ihnen stehen.
Seitliche Position vermeiden
Wenn der Monitor dauerhaft seitlich steht, wird häufig auch Kopf und Oberkörper über längere Zeit gedreht.
Bei zwei Monitoren gilt:
Ein Hauptmonitor:
Diesen direkt vor dem Körper positionieren.
Zwei gleich häufig verwendete Monitore:
Möglichst symmetrisch anordnen.
Bildschirmhöhe
Die obere Bildschirmkante beziehungsweise der obere Bildschirmbereich sollte ungefähr auf Augenhöhe oder etwas darunter liegen.
Der Kopf sollte beim normalen Arbeiten nicht dauerhaft stark nach unten oder oben geneigt werden müssen.
14. Monitorabstand: nicht zu nah und nicht zu weit
Ein sinnvoller Abstand hängt von:
- Bildschirmgrösse,
- Auflösung,
- Sehvermögen,
- Schriftgrösse
ab.
Als einfache Orientierung eignet sich ungefähr eine Armlänge.
Wichtiger als ein exakter Zentimeterwert ist:
Sie sollten normal lesen können, ohne den Kopf nach vorne zu schieben oder sich weit zurücklehnen zu müssen.
15. Notebook allein ist für lange Arbeitstage nicht ideal
Ein Notebook verbindet Bildschirm und Tastatur fest miteinander.
Dadurch entsteht bei längerer Nutzung häufig ein Kompromiss:
- Bildschirm richtig hoch → Tastatur zu hoch,
- Tastatur angenehm → Bildschirm zu tief.
Für einen dauerhaft genutzten Notebook-Arbeitsplatz sind deshalb oft sinnvoll:
- externer Monitor oder Notebookständer,
- separate Tastatur,
- separate Maus.
Damit können Bildschirm und Eingabegeräte unabhängig voneinander positioniert werden.
16. Tastatur und Maus richtig platzieren
Tastatur und Maus gehören möglichst nah an den Körper.
Wenn Sie ständig weit nach vorne greifen müssen, kann dies Schulter und Oberkörper unnötig belasten.
Achten Sie darauf:
- Maus direkt neben der Tastatur,
- Unterarme möglichst entspannt,
- Handgelenke nicht dauerhaft stark abwinkeln,
- ausreichend freie Arbeitsfläche.
Mauswege reduzieren
Eine sehr hohe Mausgeschwindigkeit ist nicht für jeden angenehm. Eine extrem niedrige Einstellung kann dagegen grosse Armbewegungen erfordern.
Wählen Sie eine Einstellung, bei der Sie den Mauszeiger komfortabel bewegen können.
17. Ordnung am Arbeitsplatz ist auch ein Ergonomie-Thema
Ein überfüllter Schreibtisch hat nicht nur optische Nachteile.
Wenn Dokumente, Kabel oder Büromaterial ständig im Weg liegen, werden Arbeitsabläufe unnötig kompliziert.
Hilfreich sind beispielsweise:
- Rollcontainer,
- Aktenschränke,
- Regale,
- Kabelmanagement,
- Schubladen,
- Ablagesysteme.
Eine Übersicht finden Sie unter Rollcontainer bei swisshandel24.
18. Rollcontainer: Stauraum direkt am Arbeitsplatz
Ein Rollcontainer ist besonders praktisch, weil er Stauraum schafft, ohne zusätzliche Wandfläche zu benötigen.
Er kann beispielsweise unter oder neben dem Schreibtisch stehen.
Ein Beispiel ist der Rollcontainer HWC-L49 mit fünf Schubladen.

Ein Rollcontainer hält häufig benötigte Büroartikel griffbereit und schafft eine freie Arbeitsfläche.
Was gehört in den Rollcontainer?
Oberste Schublade:
Stifte, Notizblöcke, Ladegeräte und häufig benötigte Kleinteile.
Mittlere Schubladen:
Unterlagen und Bürozubehör.
Grosse untere Schublade:
Ordner, Papier oder selten benötigte Gegenstände.
19. Aktenschränke für grössere Dokumentenmengen
Wer viele Unterlagen aufbewahren muss, sollte nicht versuchen, alles in unmittelbarer Nähe des Schreibtisches zu lagern.
Für grössere Mengen eignen sich Aktenschränke bei swisshandel24.
Sie sind unter anderem erhältlich als:
- klassische Büroschränke,
- Metallschränke,
- abschliessbare Modelle,
- Schiebetürenschränke,
- Hängeregisterschränke.
Arbeitsplatz und Archiv trennen
Ein guter Grundsatz lautet:
Täglich benötigte Dinge nahe am Arbeitsplatz – selten benötigte Unterlagen weiter entfernt.
So bleibt der unmittelbare Arbeitsbereich übersichtlich.
20. Kabelmanagement nicht vergessen
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch stellt besondere Anforderungen an Kabel.
Beim Hochfahren müssen:
- Monitor,
- Computer,
- Ladegeräte,
- Tischsteuerung
weiterhin sicher verbunden bleiben.
Planen Sie deshalb ausreichend Kabellänge ein.
Sinnvoll sind:
- Kabelkanäle,
- Kabelclips,
- Mehrfachsteckdose unter der Tischplatte,
- gebündelte Leitungen.
Besonders wichtig
Testen Sie nach der Einrichtung einmal die höchste Tischposition.
Kein Kabel darf dabei gespannt oder aus einer Steckverbindung gezogen werden.
21. Licht am Arbeitsplatz richtig planen
Zu wenig Licht kann das Arbeiten unangenehm machen. Zu starke Kontraste und Reflexionen können ebenfalls stören.
Ideal ist eine Kombination aus:
- Tageslicht,
- gleichmässiger Raumbeleuchtung,
- bei Bedarf zusätzlichem Arbeitsplatzlicht.
Schreibtisch am Fenster
Der Bildschirm sollte möglichst nicht unmittelbar vor einer stark hellen Fensterfläche stehen.
Ebenso ungünstig kann ein Fenster direkt hinter dem Nutzer sein, wenn starke Reflexionen auf dem Monitor entstehen.
Seitlicher Tageslichteinfall funktioniert in vielen Räumen gut.
22. Homeoffice: Ergonomie auf wenig Raum
Nicht jeder verfügt über ein separates Arbeitszimmer.
Auch in:
- Schlafzimmer,
- Wohnzimmer,
- Gästezimmer,
- Nische
lässt sich ein guter Arbeitsplatz einrichten.
Entscheidend sind Prioritäten.
Bei wenig Platz zuerst investieren in:
- guten Bürostuhl,
- ausreichend grosse Tischfläche,
- passende Monitorposition,
- Stauraum,
- Kabelorganisation.
Ein kompakter Rollcontainer kann dabei besonders wertvoll sein, weil er mehrere Funktionen übernimmt.
23. Professionelles Büro: mehrere Nutzer berücksichtigen
In Unternehmen werden Arbeitsplätze häufig von unterschiedlichen Personen genutzt.
Dort sind besonders interessant:
- höhenverstellbare Schreibtische,
- Bürostühle mit grossem Einstellbereich,
- Memory-Funktionen,
- flexible Monitorhalterungen.
Ein Sitz-Steh-Arbeitsplatz lässt sich wesentlich leichter an verschiedene Körpergrössen anpassen als ein Tisch mit fester Höhe.
24. Welcher Arbeitsplatz passt zu welchem Nutzer?
| Nutzung | Sinnvolle Ausstattung |
|---|---|
| gelegentliches Homeoffice | Bürostuhl + kompakter Schreibtisch |
| tägliches Homeoffice | Ergonomiestuhl + Sitz-Steh-Tisch |
| zwei Monitore | Schreibtisch ca. 160 × 80 cm oder grösser |
| umfangreiche Büroarbeit | Eckschreibtisch + Rollcontainer |
| wechselnde Nutzer | elektrisch höhenverstellbarer Tisch |
| viele Unterlagen | Rollcontainer + Aktenschrank |
25. Die häufigsten Fehler am Arbeitsplatz
Fehler 1: Monitor zu tief
Besonders bei Notebooks führt dies häufig dazu, dass der Kopf dauerhaft nach vorne und unten geneigt wird.
Fehler 2: Stuhl zu hoch
Wenn die Füsse den Boden nicht mehr sicher erreichen, wurde häufig versucht, einen ungeeigneten Tisch auszugleichen.
Fehler 3: Armlehnen passen nicht unter den Tisch
Dadurch wird der Nutzer gezwungen, weiter vom Arbeitsplatz entfernt zu sitzen.
Fehler 4: Stundenlang dieselbe Position
Auch eine gute Sitzposition sollte regelmässig verändert werden.
Fehler 5: Bildschirm seitlich
Der Hauptmonitor sollte möglichst direkt vor dem Nutzer stehen.
Fehler 6: Schreibtisch zu klein
Zu wenig Fläche führt zu ungünstigen Abständen und unnötigem Chaos.
Fehler 7: Keine Beinfreiheit
Computer, Kartons und Ablagen gehören nicht in den Bewegungsraum unter dem Schreibtisch.
26. Arbeitsplatz in zehn Minuten optimieren
Sie müssen nicht sofort sämtliche Büromöbel austauschen.
Prüfen Sie zunächst diese Punkte:
Minute 1–2
Bürostuhl richtig an den Körper anpassen.
Minute 3
Monitor direkt vor dem Körper positionieren.
Minute 4
Bildschirmhöhe kontrollieren.
Minute 5
Tastatur und Maus näher heranziehen.
Minute 6
Unnötige Gegenstände vom Tisch entfernen.
Minute 7
Kabel sortieren.
Minute 8
Häufig benötigte Dinge griffbereit positionieren.
Minute 9
Licht und Bildschirmreflexionen prüfen.
Minute 10
Erste Steh- oder Bewegungspause einplanen.
Bereits kleine Veränderungen können den Arbeitsplatz angenehmer und übersichtlicher machen.
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Häufige Fragen zu Büro und Ergonomie
Was gehört zu einem ergonomischen Arbeitsplatz?
Zu einem ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz gehören insbesondere ein anpassbarer Bürostuhl, eine passende Arbeitshöhe, ein sinnvoll positionierter Bildschirm, gut erreichbare Eingabegeräte und ausreichend Bewegungsfreiheit. Regelmässige Positionswechsel sind ebenfalls wichtig.
Wie stelle ich einen Bürostuhl richtig ein?
Beginnen Sie mit der Sitzhöhe. Die Füsse sollten sicher auf dem Boden stehen können. Anschliessend werden Rückenlehne, Lordosenstütze und Armlehnen angepasst. Der Bürostuhl sollte den Körper unterstützen, ohne die Bewegungsfreiheit unnötig einzuschränken.
Ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch sinnvoll?
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht den unkomplizierten Wechsel zwischen Sitz- und Steharbeit. Besonders bei täglich genutzten Arbeitsplätzen kann dies helfen, mehr Positionswechsel in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Wie gross sollte ein Schreibtisch für das Homeoffice sein?
Für gelegentliche Notebook-Arbeit kann eine kompakte Tischfläche ausreichend sein. Für einen vollwertigen Arbeitsplatz mit Monitor, Tastatur und Unterlagen sind etwa 140 bis 160 cm Breite und 70 bis 80 cm Tiefe häufig deutlich komfortabler.
Ist 160 × 80 cm eine gute Schreibtischgrösse?
Für viele klassische Büro- und Homeoffice-Arbeitsplätze ist 160 × 80 cm eine sehr vielseitige Grösse. Sie bietet ausreichend Platz für einen oder mehrere Monitore und ermöglicht einen vernünftigen Abstand zum Bildschirm.
Wann lohnt sich ein Eckschreibtisch?
Ein Eckschreibtisch ist interessant, wenn viel Arbeitsfläche benötigt wird oder mehrere Arbeitszonen entstehen sollen. Das gilt beispielsweise für Arbeitsplätze mit mehreren Monitoren oder umfangreichen Unterlagen.
Wie hoch sollte der Monitor stehen?
Der obere Bildschirmbereich sollte ungefähr auf Augenhöhe oder etwas darunter liegen. Wichtig ist, dass Sie den Kopf beim normalen Arbeiten nicht dauerhaft deutlich nach oben oder unten neigen müssen.
Wie weit sollte der Bildschirm entfernt sein?
Als grobe Orientierung kann etwa eine Armlänge dienen. Der ideale Abstand hängt allerdings von Bildschirmgrösse, Auflösung und individuellem Sehvermögen ab.
Sollte man den ganzen Tag im Stehen arbeiten?
Nein. Auch dauerhaftes Stehen ist keine ideale Lösung. Sinnvoll ist der regelmässige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung.
Was bringt ein Rollcontainer?
Ein Rollcontainer schafft Stauraum unmittelbar am Arbeitsplatz. Häufig benötigte Unterlagen und Büroartikel bleiben griffbereit, während die eigentliche Tischfläche frei bleibt.
Braucht man im Homeoffice einen speziellen Bürostuhl?
Wer nur gelegentlich kurze Zeit arbeitet, stellt andere Anforderungen als jemand, der täglich viele Stunden im Homeoffice verbringt. Mit zunehmender Nutzungsdauer werden Einstellbarkeit, Unterstützung und Komfort des Bürostuhls wichtiger.
Fazit: Der beste Arbeitsplatz bleibt in Bewegung
Ein ergonomischer Arbeitsplatz besteht nicht aus einem einzelnen perfekten Möbelstück.
Er entsteht durch das Zusammenspiel von Bürostuhl, Schreibtisch, Bildschirm, Eingabegeräten, Organisation und Bewegung.
Ein guter Bürostuhl bildet die Grundlage für komfortables Sitzen.
Ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht zusätzliche Positionswechsel zwischen Sitzen und Stehen.
Mit Rollcontainern und Aktenschränken bleibt gleichzeitig ausreichend Platz für konzentriertes Arbeiten.
Entscheidend ist jedoch nicht, eine vermeintlich perfekte Haltung zu finden und diese den ganzen Tag beizubehalten.
Ein guter Arbeitsplatz passt sich an den Menschen und seine Tätigkeit an – und ermöglicht regelmässige Bewegung und Positionswechsel.
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